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Die Atlantiküberfahrt

Wie immer vor einem grossen Törn haben wir uns gut vorbereitet und nach den eingeholten Wetterberichten den besten Zeitpunkt der Abfahrt ausgerechnet. Dieses klappte zum ersten Mal richtig gut, wir hatten eine insgesamt unspektakuläre Überfahrt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Booten ist bei uns nichts kaputt gegangen, kein Sturm und auch sonst lief alles glatt. Der Wind hielt sich fast genau an die Wettervorhersagen, nur an 2 Tagen hat er etwas geschwächelt und nur mit 10 - 15 kn geweht. Im Durchschnitt waren es sonst 15 - 25 kn, lediglich an 2 Tagen hatten wir 30 kn Wind. Auch bei den Segeln haben wir es uns einfach gemacht, 2 Tage unter Genua, die restlichen 13 Tage unter der Fock. Die Segel wurden nicht ausgebaumt sondern immer dickbauchig gefahren, hierdurch hielt sich die Schaukelei doch in Grenzen. Den neuen Wingaker (Spi) haben wir nicht hochgezogen, als der Wind weniger wurde kamen links und rechts die Squalls, das war uns dann doch zu gefährlich. Die Wellen waren zwar zwischen 3 und 5 m hoch, da sie aber fast immer von hinten kamen hob unsere "Dicke" einfach den Hintern =sprich Heck hoch und liess sie unter sich durchlaufen. Keine einzige Welle ist von hinten aufs Schiff geschlagen. Von der Seite kamen ab und zu mal ein paar kräftige Spritzer rüber, aber immer wenn von uns keiner im Cockpit war. Wichtig war es sich immer gut festzuhalten, bei der Schaukelei wurde man sonst gegen irgendeine harte Kante etc. geworfen, etliche blaue Flecke blieben trotzsdem nicht aus. Dank der Pharmaindustrie ging es Christiane auf diesem ungeliebten Kurs, Wind und Welle von hinten = Eierschaukelei, auch ganz gut. Allerdings fühlte sie sich als wäre sie auf Sparflamme geschaltet. Mir - Wolfgang - ging es bis auf eine halbe Stunde am zweiten Tag sehr gut, ich habe jeden Tag gekocht und ansonsten gegessen wonach mir gerade war. Von Käse über Chips wurde alles problemlos verarbeitet.
Wir haben in regelmässigen Abständen das Radarbild kontrolliert, wenn wie fast immer kein anderes Schiff gezeigt wurde, haben wir uns im Schiff auf den beiden Seekojen im Salon wieder hingelegt. Um uns fit zu halten gab es regelmässig Gymnastik, da immer nur rumliegen auf die Dauer ja träge macht.
Nach den Erfahrungen auf den 2 vorherigen Törns haben wir auch diesmal die Windfahnensteuerung nur als Reserve mitgenommen, die ganze Strecke hat unser neuer elektrischer Autopilot einfach super gearbeitet. Das bedeutet einen wesentlich geraderen Kurs als mit dem Windpilot und vor allem, der Autopilot lernt sehr schnell wie die Wellen kommen und reagiert schon vorher. Einziger Nachteil, er braucht ordentlich Strom, was aber dank unserer Ausstattung mit Solarpanelen und Windgenerator kein Problem war.

Einen grossen Schreck haben wir allerdings bekommen, als plötzlich knapp 200 m neben uns die grosse Wetterboje Atlantik West auftauchte. Nach den angegebenen Koordinaten auf der Seekarte hätte diese schon über 2 Sm hinter uns liegen müssen, wir hatten uns natürlich auf die Seekarte (ganz neu) verlassen.







Die Fotos bei unserer Abfahrt haben Ilse und Wolfgang von der "High Flight" gemacht und uns netterweise zugemailt. Herzlichen Dank dafür.









Jeden Morgen war unsere erste Arbeit, die in der Nacht auf dem Schiff gelandeten fliegenden Fische wieder dem Wasser zu übergeben. Allerdings tot.







Das Radarbild zeigt uns, dass wir es nicht mehr weit bis Barbados hatten, die Insel ist relativ flach und deshalb mit dem Auge erst sehr spät zu sehen. Gleichzeitig kamen von hinten 2 dicke Squalls - das sind dicke schwarze Wolken mit etwas mehr Wind und kräftigen Regenschauern -, siehe Fotos. Dann das erste Bild von der Insel.











Wir haben in nahezu genau 15 Tagen eine Strecke von 2055 sm zurückgelegt. Zurückblickend müssen wir das bestätigen was Wilfried Erdmann, der grosse deutsche Extremsegler, in seinen Büchern schreibt. Nicht die Fahrt ist schwierig, an den Start zu gehen und den sicheren Hafen/Ankerplatz zu verlassen erfordert die grösste Überwindung.

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