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27.06.2017
Dominikanische Republik (D.R.)

Nach dem Start in Santiago de Cuba sah es erst mal nicht gut aus. Hinter uns tobten heftige Gewitter, wir waren froh schnell genug zu sein um davon weg zu kommen. Bei gutem Wind ging es bis zur Südwestecke von Haiti, wobei wir immer einen Abstand von min. 20 sm zur Küste hielten. Es wird davor gewarnt sich weniger als 20 sm der Küste zu nähern, Piratengefahr. In der Nacht kamen dann noch ein paar Squalls, es ging munter zur Sache.




Nach 3 Tagen und 3 Stunden und 350 sm erreichten wir die Isla Beata, westlichste Insel der D.R.. Kurz bevor wir den Anker in der mittleren Bucht vor Isla Beata fallen liessen, wurden wir über Funk gerufen. Die niederländische Segelyacht Rafiki rief uns, sie hatten unser AIS Signal gesehen und fragten an, ob wir an der augenblicklichen Position ankern wollten. Sie waren noch ca. 10 sm entfernt und wollten dann neben uns ankern. Das ist immer sicherer. 2 Stunden später lag dann die Rafiki mit Marlene und Loud neben uns. Während der nächsten Tage hatten wir viel Spass zusammen.








Eine erschöpfte Taube wollte bei uns heimisch werden, sie versuchte sogar über das Cockpit ins Schiff zu gelangen. Bei aller Tierliebe, da war dann Schluss. Nach einer Erholungspause flog sie dann auch wieder weg auf die Insel. Ebenso wenig scheu waren die Iguanas auf der Insel, man hat ihnen vermutlich gesagt dass sie unter Naturschutz stehen.
Ansonsten gibt es auf der Insel immer für 2 Wochen ca. 100 Fischer und 20 Frauen, danach wechselt die Inselbesatzung. D.h. andere Fischer kommen von der Hauptinsel . Die Hütten und sonstigen Behausungen sind allerdings einfachster Art. Strom wird von ein paar kleinen Generatoren für wenige Stunden geliefert, das mitgebrachte Eis hält in grossen Vorratsbehältern eben diese 2 Wochen. Danach muss der Fisch verkauft werden, auf der Hauptinsel. Einiges wird auch zu Trockenfisch gedörrt. Die Insel wurde letztes Jahr vom Hurrican Matthew getroffen, alle Hütten waren weg und der Strand voll mit Tonnen von Conch-Muscheln.




















Der Wetterbericht sagte südöstlichen Wind voraus, Zeit für uns Richtung Hauptinsel zu starten, 16 Uhr. Das wurde dann zum beschissensten Törn bisher. Nachdem wir die Insel hinter uns hatten kam eine Südostdünung von ca. 2 m Höhe, der Wind kam aus Ostnordost (ENE) und mit dem Wind eine überlagernde Welle von gut 1 m. Der Motor lief die ganze Nacht mit Volllast, zusammen mit der Fock kamen wir auf max. 4 kn Geschwindigkeit. Um 12 Uhr liefen wir dann in Salinas ein.

Dann machten wir Bekanntschaft mit den Behörden der D.R.. Gegen 13 Uhr kam ein Boot mit einem Fischer und 2 Soldaten. Sie kündigten die Einklarierungsprozedur für 13 30 Uhr an. 3 ½ Stunden später kam das Boot erneut, diesmal mit 8 Leuten an Bord. Ohne zu fragen stiefelten sie in ihren dreckigen Schuhen an Deck und ins Schiff. Von Höflichkeit keine Spur. Die Rauschgiftleute von P2 und P9 schauten sich im Schiff um, der Immigrationsmann füllte sein Formular aus und die Armeeleute (Navy) machten den Übersetzer für die Immigration. Nach einer Stunde war das Theater vorbei und alle verliessen das Schiff ohne das irgendwelche Bestechungsgelder gefordert wurden. Wenigstens ein positiver Aspekt, die Hand offen zu halten ist in der D.R. sehr verbreitet.
Wir ankerten hinter dem schicken Hotel Salinas, am Wochenende der Treffpunkt der besser Begüterten. Auch wir wurden hier nett empfangen und konnten das Internet gegen Gebühr benutzen. Ansonsten gibt der Ort nicht viel her, einzig die Salinenanlage zur Salzgewinnung ist noch sehenswert.














Auch in der D.R. muss man sich bei jedem Hafen an- und abmelden. Also in Salinas um 17 Uhr abgemeldet, dann muss man auch sofort los. Die Nacht über kreuzten wir die Küste entlang, die Bedingungen waren gut. Für die gut 60 sm bis Boca Chica haben wir fast 21 Stunden gebraucht. Ankern ist dort kaum möglich, da die Bojen fast so teuer wie die Plätze in der Marina sind, haben wir uns einen Platz am Steg für 44 US $ pro Tag geleistet. Zwar ist das Leitungswasser mit im Preis enthalten, es ist allerdings so schlecht, dass es keinesfalls getrunken oder zum Kochen verwendet werden sollte.
Am nächsten Morgen hörten wir ein leises Zischen, die Bordeigene Wasserpumpe sprang ständig an. Die nächste schöne Überraschung, unser Warmwasserboiler hatte ein Loch. Reparatur sinnlos, also raus mit dem Teil. Montiert an der am besten zugänglichen Stelle im Schiff, also unter den Bodenbrettern der Backskiste, der Tag begann super. Die Fock hatte bei der Fahrt einen Riss vor dem Schothorn erlitten, der hiesige Segelmacher reparierte dies schnell und vom Preis her ok. Das einzig Gute an der Marine war dann der Bring-Service zum Supermarkt, zurück bietet dann der Supermarkt den kostenlosen Rücktransport an. Wer nicht muss, der sollte die Marina Zar Par meiden, wir werden es mit Sicherheit tun.
Die Ausklarierungsprozedur war dann auch wieder sehr nett, der Marina-Manager hatte vergessen die Immigration zu informieren. Also langes Warten, als dann der Papierkram fertig war mussten wir sofort die Leinen lösen und ablegen. Der NAVY Offizier wartete bis wir wirklich abgelegt hatten. Ein Stück weiter haben wir dann den Anker fallen lassen und sind am nächsten Morgen gestartet, Richtung Isla Saona.












Eins ist sicher, die Dominikanische Republik gehört absolut nicht zu unseren Lieblingsinseln. Wir werden sie meiden wenn immer es geht. Es ist schon sehr merkwürdig, die Insel scheint mehr oder weniger von der Armee kontrolliert zu werden. Gibt es keine Polizei? Alles macht die Armee. Am Supermarkt standen z.B. 2 Soldaten mit M16 Gewehren. Wir haben keine Zollbeamten gesehen, macht die NAVY. Die Touristen werden gut abgeschirmt und sehen von der Armut im Land gar nichts oder wenig. Urlauberparadies eben.



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